Warum Warmwasser ein besonders einfacher und wirtschaftlicher Energiespeicher für überschüssigen Photovoltaikstrom ist.
Video: Wasser als Energiespeicher einfach erklärt
In diesem kurzen Erklärvideo zeigen wir, welche Energiemenge in einem Warmwasserspeicher gespeichert werden kann und warum sich Wasser sehr gut zur Nutzung von überschüssigem Photovoltaikstrom eignet.
Wie viel Energie steckt im Warmwasser?
Wasser besitzt eine hohe Wärmespeicherkapazität. Das bedeutet: Schon ein normaler Warmwasserspeicher kann eine beachtliche Energiemenge aufnehmen und später wieder als nutzbare Wärme bereitstellen.
Die gespeicherte Energie hängt im Wesentlichen von drei Größen ab: der Wassermenge, der Temperaturdifferenz und der spezifischen Wärmekapazität von Wasser.
Da ein Liter Wasser ungefähr einem Kilogramm entspricht, lässt sich die Speicherkapazität eines Warmwasserspeichers sehr einfach abschätzen.
Beispielrechnung
Wird ein Warmwasserspeicher mit 250 Litern Wasser um 40 Kelvin erwärmt, ergibt sich folgende Speicherkapazität:
1,16 Wh / (kg × K) × 40 K × 250 kg = 11,6 kWh
Ein Speicher dieser Größe kann also rund 11,6 kWh Wärmeenergie aufnehmen. Diese Energie kann tagsüber mit überschüssigem Photovoltaikstrom erzeugt und später für die Warmwasserversorgung genutzt werden.
Warum ist das für Photovoltaikanlagen interessant?
Photovoltaikanlagen erzeugen häufig genau dann viel Strom, wenn im Haushalt gerade weniger elektrische Energie benötigt wird. Statt diesen Überschuss vollständig ins Netz einzuspeisen, kann er zur Erwärmung von Wasser genutzt werden.
Der Warmwasserspeicher übernimmt dabei die Funktion eines einfachen thermischen Speichers. So wird der Eigenverbrauch erhöht, der Netzbezug reduziert und die erzeugte Solarenergie sinnvoll im eigenen Haushalt genutzt.
In Verbindung mit dem privergie Energiemanager wird überschüssiger Photovoltaikstrom automatisch erkannt und gezielt zur Warmwasserbereitung eingesetzt.